Sonntag, 21. Oktober 2012

Handwerkliche Betriebe, die für die Reparaturen an Pkws berechtigt sind, nennt man Autowerkstätten. Außerdem sind sie für die Abwicklung Gewährleistung-Anforderungen zuständig. Sie führen weiterhin technische Kontrollen durch wie z.B. Inspektionen an Kraftfahrzeugen und gestatten vorbeugenden Kundendienst sowie Beratung. Der deutsche Markt für KFZ Werkstätten teilt sich in die beiden beträchtlichen Parteien der sogenannten markengebundenen und der freien Werkstätten. Markengebundene heißt, dass diese Werkstätten vertragsgemäß von den Fahrzeugherstellern autorisiert wurden. Im Jahre 2008 existierten 39.100 Pkw-Kundendienst-Betriebe. Die Gliederung war annähernd halbe-halbe. In den letzten Jahren ist die Gesamtzahl der Autowerkstätten schwindend. Hauptsächlich ist dies aber an den Zahlen der markengebundenen Firmen festzustellen.Eine Verlagerung der Zahlen zugunsten der freien KFZ Werkstätten hat sich besonders durch die Abnahme der Servicenetze ergeben, die so gut wie sämtliche Automobil –Hersteller und Importeure in den letzten Jahren vorgenommen haben.

Im Gegensatz zu den Markenbetrieben, bei denen eine Tendenz zu größeren wirtschaftlichen Einheiten zu identifizieren ist, handelt es sich bei den freien Werkstätten um Gewerbe die vom Eigentümer geführt werden und deren Abnehmer aus dem nahen Umfeld stammen. Freilich erlangt eine markengebundene KFZ Werkstatt seitens der Marke Support in den Komplexen technische Benachrichtigung, Teilehandel, Schulungen etc., doch offerieren seit Mitte der 90er Jahre Werkstattsysteme der freien Werkstätten diese Leistungen bei zeitgleichem Benutzen eines eigenen Mehr-Marken-Profils. Getragen werden diese Werkstattsysteme durch den Teilegroßhandel beziehungsweise die Fahrzeugteileindustrie.

Die freien KFZ Werkstätten waren stets für alle Marken und Typen von Kraftfahrzeugen offen, während sich lange Zeit die markengebundene Auto Werkstatt nur einem Fahrzeughersteller verpflichtet waren. Die Flexibilität der ersteren hat sich immer wieder, speziell in wirtschaftlich mühseligen Zeiten als Vorteil bestätigt. Das haben ebenfalls die markengebundenen KFZ Werkstätten erfasst und nehmen ständig mehr eine Zweitmarke hinzu. Ohnehin sind inzwischen die Kraftfahrzeug-Produzenten hinzu verpflichtet, die Daten der Pkws ebenso an andere Teilnehmer des Marktes weiterzugeben, damit der Konkurrenzkampf gestärkt wird. Die Vorhersagen sagen aus, dass sich die freien Werkstätten in Zukunft weiter behaupten können bei einer insgesamten Reduzierung des Marktes. Davon gehen jedenfalls viele Marktbeobachter aus. Viele Autohäuser sind ein Gemenge aus Vertrags-Auto Werkstatt, Tankstelle, Waschstraße und Verkauf von neuen oder gebrauchten Automobilen. Demgegenüber sind freie Auto Werkstätten Teile einer Marketing Kette oder eines Franchise Systems, was man als Werkstattsystem oder Werkstattkonzept bezeichnet. Jenseits den reinen Fahrzeug Werkstätten gibt es noch Tuning Werkstätten, die sich auf die technische und optische Veränderung von Pkws nach Begehren des Abnehmers spezialisiert haben. Der Ausdruck „Tuning“ wird dabei eher neueren Fahrzeugen zugeordnet, wohingegen die Veränderung von Oldtimern häufig mit dem Begriff „Customising“ beschrieben wird. Moderne Tuning-KFZ Werkstätten können sich mit dem Begriff Tuning nicht so recht anfreunden weil es ein Begriff aus den 80er und 90er Jahren ist und mit minderwertigen oder optisch fragwürdigen Veränderungen in Beziehung gebracht wird. Derzeit redet man lieber von Gefährt Veredlern.

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