Samstag, 13. Oktober 2012

Der Sage nach existierte vor beinahe 5000 Jahren in China ein Kaiser, der am liebsten heißes Wasser trank. Eines Tages wehten ihm von einem Strauch einzelne Blätter in seine Tasse mit heißem Wasser. Das färbte sich darauf grün. Er schüttete es nicht weg sondern probierte das Getränk. Er verspürte sich erfrischt und belebt. Damit war grüner Tee entstanden. Was ist grüner Tee? Jeder Tee enthält eine Häufung von Wirkstoffen deren positive Wirkung auf die Gesundheit unumstritten ist, teilweise durch Erfahrung teils durch wissenschaftliche Beweise. Diese Wirkstoffe finden sich in den grünen Blättern. Bei der Umwandlung zum schwarzen Tee durch einen Gärungsprozess, der sogenannten Fermentierung, werden die Zellstruktur ruiniert und die meisten der Wirkstoffe wirkungslos gemacht. Bei grünem Tee wird die Fermentierung abgewehrt durch Dämpfen oder kurzes Erhitzen. Auf diese Weise bewahrt er seine Zellstruktur und die Wirkung seiner Inhaltsstoffe. Damit die positive Wirkung von grünem Tee dem Körper voll zur Verfügung steht erfordert es auch einer sachgemäßen Zubereitung. Es ist allgemein bekannt, dass hohe Temperaturen bei Lebensmitteln zur Zerstörung oder Bedeutungslosigkeit der Inhaltsstoffe führt. Es ist deshalb unbedingt empfehlenswert, zum Aufbrühen von grünem Tee mit Temperaturen unter 90°C zu arbeiten. Über dieser Temperatur kann er bitter und sogar ungenießbar werden. Jedoch bedürfen die Substanzen auch eine Mindesttemperatur, um überhaupt gelöst werden zu können. Diese Temperatur liegt bei 50°C. Ab 50°C steigt die Löslichkeit der meisten Inhaltsstoffe. Für die meisten Gruentee ist eine Temperatur von ungefähr 70°C empfehlenswert. Wenn man nicht für den eigenen Geschmack herausfinden will, bei welcher Temperatur der Tee am besten zusagt, folgt man simpel den Bekanntgaben des Fabrikanten auf der Hülle. Die Dauer, wie lange Gruentee ziehen sollte, liegt zwischen 30 und 90 Sekunden.

Es ist sicherlich nicht lediglich ein Zufall, dass die Menschen in den Staaten in denen viel Tee, vor allem Grüntee, getrunken wird, ein beträchtlichere Lebenserwartung haben. Diese Beobachtung war die Ursache für viele Studien in Japan, China und den USA. Besonders in Japan wurde bei einer ausgedehnten Langzeitstudie über den Einfluss von grünem Tee ermittelt, dass die Sterberate in Bezug auf Herz- und Kreislauferkrankungen wesentlich sank bei den Probanden mit dem täglichen Genuss von grünem Tee. Die diesem Getränk zugesprochene gesundheitsfördernde und lebensverlängernde Wirkung ist demnach zweifellos existent.

Eine weitere amerikanische Studie hat nachgewiesen, dass bei Patienten mit Prostatakrebs das Zellwachstum herabgesetzt wurde. Das lässt den Schluss zu, dass bei rechtzeitigem Konsum sich sogar Prostatakrebs vermeiden lässt. Zu der Liste der positiven Eigenschaften zählen außerdem die Verhinderung von Karies, das Abfangen von freien Radikalen, die Verhinderung von Alzheimer und Parkinson sowie eine verstärkende Wirkung von Antibiotika bei gleichzeitigem Genuss von grünem Tee. Eine spannende, etwas weniger bekannte Tatsache ist, dass man Gruentee und Extrakte daraus im Umfeld von Bodybuildern ausmacht. Der Grund dafür sind die in den Blättern vorhandenen Catechine. Diese helfen dem Körper beim Kalorienverbrauch und führen damit zur Beschleunigung der Fettverbrennung. Was für Bodybuilder gilt hilft ebenfalls jedem anderen bei dem Begehren abzunehmen. Die bei Diäten häufig einhergehende schlechte Stimmung und Mattigkeit wird dabei gleichfalls kompensiert. Wer nach englischer Art gewohnt ist, dem Tee Milch zuzufügen, sollte dabei bei grünem Tee darauf verzichten. Milch neutralisiert mehrere der positiven Wirkungen der Substanzen. Wer eine gesundheitsfördernde Wirkung für seinen Körper erzielen möchte, sollte etwa vier bis fünf Tassen pro Tag zu sich nehmen. Allgemein ist festzustellen, dass die Anerkennung des grünen Tess im mehr zunimmt, was nicht zuletzt dem Wellness Trend zuzuschreiben ist.

gruentee

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