Das Faszinierende am Social Media Markt ist, dass man direkt mit existierenden oder angehenden Kunden kommunizieren kann. Ein geschicktes Social Media Marketing begünstigt nicht nur Waren und Dienstleistungen einmalig abzusetzen sondern kann auch deren Adressaten zu beständigen Fans machen. Im Gegenteil zu den traditionellen Möglichkeiten der Werbung im Internet wie zum Beispiel Google Adwords, die auf unmittelbare Erfolge setzen, empfiehlt es sich, beim Social Media Marketing auf dauerhafte Strategien zu setzen. Was ist Social Media Marketing? Unter dem Begriff Social Media Marketing kann man also sämtliche Tätigkeiten zusammenfassen, die die Absicht haben, die Zahlen der Nutzer auf Webauftritte zu erhöhen um dadurch letztendlich mehr Besteller einzuheimsen. Auf diese Weise zusammen hängt sowohl die interne als auch die externe Kommunikation der Firmen. Oder anders herum, Social Media Marketing beschreibt die Verwertung der sozialen Netzwerke für Marketingzwecke. Was besagt Social Media Marketing für Unternehmen? Welches sind die Chancen und Risiken? Anfangs scheint es traumhaft, in kürzester Zeit gewissermaßen Millionen von Personen mit Fotos, Videos, Blogs, also mit allem was die Reklame hergibt, zu erreichen. Infolgedessen müssten dann ebenso die Geschäfte sein. Warum das aber nicht so ist, scheint wohl damit zusammenzuhängen, dass es sich eben um soziale Netzwerke handelt, die keine Einbahnstraße sind. Also nicht bloß B2C, sondern auch C2C, C2B und B2B. Alle können sich über alles informieren. Infolgedessen stehen den sicherlich riesigen Aussichten ebenso Gefahren gegenüber wie zum Beispiel negative Bewertungen, die allen zugänglich sind sowie Verleumdungen, Falschinformationen und Indiskretionen.
Eine weitere Unsicherheit des Social Media Marketing für Unternehmen ist die der Unwägbarkeit des Kosten-Nutzen-Faktors. Auf der einen Seite sind Profile in den sozialen Netzwerken bei Twitter und Facebook schnell und ohne großen finanziellen Einsatz erstellt, auf der anderen Seite sind sie nutzlos ohne entsprechende Pflege.
Diesem Schrotflinten Marketing, wie das Social Media Marketing auch häufig genannt wird, haftet noch ein Malus an, nämlich dass Umsätze normalerweise nicht direkt mit gewissen Aktivitäten in Beziehung gebracht werden können. Wer das ROI (Return Of Investment) nach klassischen Ansätzen berechnen möchte, stochert hier im Nebel. Damit haben die meisten Entscheider in den Firmen Probleme. Weil es aber IN ist und alle davon reden und die IT Abteilung sowieso im Haus ist, kann man es ja mal probieren. Kostet ja ebenso nicht viel. Weil das Ganze strategielos ist, ist es ebenso erfolglos. Bei näherer Betrachtungsweise entdeckt man aber durchaus Parameter mit Aussagekraft über die Wirksamkeit von Maßnahmen im Social Media Marketing. Man kann z.B. die Reichweite einer Botschaft herausfinden, in dem man sie variiert und das Feedback darauf auswertet. Ein anderer sehr wichtiger, ebenfalls Skeptikern gut verkaufbarer Parameter ist die Markenbildung, beziehungsweise das Branding. Eine zusätzliche, bereits aus dem SEO alltägliche Aktion ist der „Call to Action“, also die Aufforderung irgendetwas zu tun. Das sollte unbedingt subtiler stattfinden als so direkt wie wir es sonst gewohnt sind wie „Hier in den Warenkorb“, oder „Order now“. Diese Parameter lassen Schlüsse auf den Vorteil zu, aber zu einer korrekten Kosten-Nutzen-Rechnung zählen auch die Kosten. Da wird es beim Social Media Marketing für Unternehmen bereits komplizierter, denn richtiges Social Media Marketing verlangt Zeit. Über den Faktor Zeit lässt sich dann ebenfalls eine Berechnung aufbauen. Die Zeit wird benötigt für Zuhören, Inhalte promoten und publizieren, sowie der Aufbau von Communities und die Generierung von Anhänger und Followern. Je nach Unternehmen und Strategie können da bereits mühelos 20 Wochenstunden zusammenkommen.
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