Dienstag, 18. Dezember 2012

Die ecommerce Entwicklung hat sozusagen gleichlaufend mit der Zunahme des Internets stattgefunden. Als das Internet vor ca. 20 Jahren anbrach allgemein zugänglich zu werden, sprach mancherlei gegen eine rasche Verbreitung. Die Technik um darauf zuzugreifen war kostspielig und nicht komfortabel und die Verbindungskosten waren immens. Erst als die PC´s billiger wurden, graphikfähige Browser zur Verfügung standen und Ende der 90iger Jahre die Verbindungskosten in den Keller sanken durch die Aufhebung des Telekom Monopols, wuchs zunächst die Anzahl der gewerblichen Benutzer. Anlässlich der Auflösung dieser Hindernisse nahm dann auch die Menge der häuslichen Nutzer schnell zu.

Es trat also das Phänomen ein, dass sich zur selben Zeit immer eine immense Anzahl von Personen in einem virtuellen Bereich aufhielt. Was lag näher, als diesen virtuellen Handelsplatz auch geschäftlich zu nutzen. Es bürgerte sich eine neue Wortschöpfung ein, der ecommerce. Angeregt durch immer mehr moderne und gefälligere Verfahren eroberten sich immer wieder neue Anwender das WorldWideWeb und nahmen Teil am ecommerce. Da dieser Fortschritt zur Stunde noch nicht absehbar ist, ist es auch kritisch den Fortschritt der ecommerce Entwicklung abzusehen.

Im Internet existieren andere Marktbedingungen als in der physischen Welt. Die vertrauten überlieferten Geschäftsmodelle waren nur noch mit Einschränkung verwendbar. Die zunehmenden unternehmerischen Aktivitäten schrien förmlich nach Resultaten um Produkte und Dienstleistungen über das WorldWideWeb zu offerieren. Die Schnellen fingen an mit individuell programmierten ecommerce shops. Und schon war wieder ein frischer Markt aufgetaucht, nämlich der für allerseits einsetzbare ecommerce Shopsoftware. Jenseits von der physischen Welt verlangten neuartige, virtuelle Geschäftsmodelle nach gänzlich neuartigen ecommerce Konzepten und ebenso neuen ecommerce lösungen. Wer ist nicht schon mal auf die Bezeichnung B2C gestoßen? Es besagt nichts anderes als das Indiz wer etwas an wen anbietet oder verkauft. Die komplette Gliederung der Geschäftsmodelle im Internet geschieht nach Anbieter (Geschäfte = Business, Administrationen = Administration, Endkunden = Customer) einer Ware oder Dienstleistung und deren Abnehmer (Unternehmen = Business, Administrationen = Administration, Privatperson = Customer). Eine ecommerce Lösung gibt es fast für jede Beziehung: A2C, B2B, C2C oder A2B, etc. Die Anforderungen an einen Anbieter in der virtuellen Welt sind ganz andere als in der physischen Welt wo man einer Person gegenübersteht und Waren berühren kann. Eine Bindung zwischen den Gruppen ist fast nicht vorhanden. Der private Endkunde benötigt ausgenommen einem Web Browser keine besondere Anwendungssoftware, bleibt bis zum Kaufabschluss anonym und kann ohne körperliche Anstrengung schnell zwischen den Angeboten der Mitbewerber selektieren. An eine ecommerce Shopsoftware werden deshalb bezüglich ihres Erscheinungsbildes, der Angebotspräsentation und des tunlichst einfach strukturierten Kaufprozesses ganz besondere Ansprüche gestellt. Wer sich unternehmerisch in einem der oben genannten Geschäftsmodelle betätigen will, kommt ohne umfassende ecommerce beratung nicht aus. Eine ecommerce Lösung muss alle Kategorien der Kundenanforderungen berücksichtigen wie zum Beispiel Sortimentsumfang und Produktinformationen, Betreuung und Beratung, Bedienbarkeit und Verfügbarkeit, Navigation und Orientierung, Warenkorb und Bezahlung sowie Sicherheit bei den persönlichen Daten und der Bezahlung. Last but not least spielt bei einem ecommerce Konzept die Wahl der Betriebsform eine große Rolle, ob als Mall, Hosting oder Mietshop, ob eigenverantwortlich oder outgesourced. Eine umfangreiche ecommerce Beratung verkleinert spätere unangenehme Überraschungen, auch in rechtlicher Hinsicht.

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