Montag, 19. Dezember 2011
Wie wird eine Unwetterwarnung herausgegeben
Eine Launenhaftigkeit stellt das Wetter dar, auf das sich die Menschen einstellen müssen. Anders als auf anderen Kontinenten der Erde zeigt das Wetter in Europa bisher eine relativ abgeschwächte Ausgeglichenheit zwischen Regen, Sonnenschein und Winterwetter. Dennoch kommen auch hierzulande immer häufiger Unwetter und nicht alltägliche Wettersituationen auf, die auch aufgrund des Klimawandels erscheinen. Damit sich die Menschen zeitig auf ein bevorstehendes unschöne Wetter vorbereiten kann, gibt jede Unwetterzentrale eines Landes rechtzeitige Warnungen bekannt. Rechtzeitig heißt, dass zum Beispiel dringliche Unwetterwarnungen zwischen sechs Stunden und zwei Tagen vor dem in aller Wahrscheinlichkeit eintretenden Ereignis an die Öffentlichkeit gebracht werden. Je nach Unwetterart oder dem zu erwartendem Ausmaß kann die Warnung auch früher erfolgen. Die deutsche Zentrale für Wetterbeobachtungen im Norden des Landes warnt vor Wetterverhältnissen wie Gewitter mit Sturmartigem Ausmaß, Orkan und Sturm, gefährliche Schneeverhälnisse sowie Glatt- oder Blitzeis. Temperaturbedingte Extremen werden zusätzlich bekannt gegeben. Alle Angaben stützen sich auf stets aktuellen Messwerten eines eng verzweigten Wetterstationsnetzes. Hierzulande versorgen knapp 1200 Wetterstationen die Wetterzentrale mit relevanten Daten. Die Bevölkerung hat ebenfalls eine Möglichkeit, ein Wetterereignis anzugeben, solch eine Meldung wird allerdings nur veröffentlicht, sofern die zivilen Angaben den spezifischen Kriterien der Experten entspricht. Das, auf einem Mehrstufensystem basierende Warnsystem wird in den Farben Gelb, Orange, Violett und Rot gezeigt. Während die farbigen Stufen Orange, Rot und Violett eine akute Warnung heißen, handelt es sich bei der gelben Einstufung um eine Vorwarnung des zu erwartenden Unwetters. Bei der Beurteilung der Intensität greifen die Mitarbeiter der Wetterzentralen auf wissenschaftliche Erkenntnisse, langjährige Forschungen und die damit verbundenen Erfahrungen zurück. Der Zeitraum der Wetterwarnung ist dabei immer zeitnah und wird der tatsächlichen Dauer entsprechend angeglichen. Dauert ein Unwetter also beispielweise länger an als zunächst angegeben, wird die Warnung zeitig nach oben erhöht. Gleiches gilt auch für die jeweiligen Akutwarnstufen, die übrigens nicht, wie viele Bürger glauben, nach dem Prinzip einer Ampel funktionieren. Wegen der Erweiterung des Systems der deutschen Wetterzentrale werden die Wetterwarnungen nun auch postleitzahlengenau lokalisiert, wodurch solch eine Meldung noch individueller bestimmt werden wird. Ab einer Höhenlage von 500 Metern spricht man von Bergwarnungen, die gesondert öffentlich gemacht werden. Mit welcher Kraft sich das Wetter auch präsentiert, die Wetterexperten sind immer darauf aus, alle Menschen frühestmöglich vor bedrohlichen Veränderungen zu warnen.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen