Autowerkstätten oder ebenfalls KFZ Werkstätten sind handwerkliche Betriebe, die Reparaturen an Kraftfahrzeugen vollbringen und für die Abwicklung von Garantie-Ansprüchen zuständig sind. Weiter bieten sie einen vorbeugenden Kundendienst sowie Beratung und technische Überprüfungen von Kraftfahrzeugen wie beispielsweise die Inspektion. Im Prinzip gibt es in der Bundesrepublik zwei starke Gruppen von KFZ Werkstätten, zum einen die an eine Marke gebundenen und zum anderen die freien Autowerkstätten. Wenn eine KFZ Werkstatt markengebunden ist, so ist sie vertragsgemäß von einem Erzeuger autorisiert, für dessen Kraftfahrzeuge zuständig zu sein. 2008 existierten ungefähr 40.000 Auto-Kundendienst -Betriebe insgesamt. Jede der Parteien hatte ungefähr 50 Prozent Anteil. In den letzten Jahren ist die Gesamtzahl der Autowerkstätten abflauend. Besonders ist dies aber an den Zahlen der markengebundenen Unternehmen festzustellen.Eine Verlagerung der Zahlen zum Vorteil der freien KFZ Werkstätten hat sich hauptsächlich durch die Reduktion der Servicenetze ergeben, die so gut wie sämtliche Fahrzeug –Hersteller und Importeure in den letzten Jahren vorgenommen haben. Während im Segment der Markenbetriebe seit längerem ein Trend zu wirtschaftlich größeren Einheiten festzustellen ist, handelt es sich bei den freien Werkstätten normalerweise um reduzierte, inhabergeführte Gewerbe, die Autoreparaturen aus ihrem örtlichen Bereich bewältigen. Freilich bekommt eine markengebundene KFZ Werkstatt seitens der Marke Beihilfe in den Bereichen technische Information, Teilehandel, Schulungen etc., doch gewähren seit Mitte der 90er Jahre Werkstattsysteme der freien Werkstätten diese Leistungen bei gleichzeitigem Nutzen eines eigenen Mehr-Marken-Profils. Getragen werden diese Werkstattsysteme durch den Teilegroßhandel beziehungsweise die Fahrzeugteileindustrie.
Die freien KFZ Werkstätten waren immer für alle Marken und Typen von Fahrzeugen offen, während sich lange Zeit die markengebundene Auto Werkstatt bloß einem Fahrzeughersteller verpflichtet waren. Die Flexibilität der ersteren hat sich stets wieder, vornehmlich in wirtschaftlich komplizierten Zeiten als Vorteil bestätigt. Das haben ebenso die markengebundenen KFZ Werkstätten erfasst und nehmen ständig mehr eine Zweitmarke hinzu. Ohnehin sind zwischenzeitlich die Automobil-Produzenten hierzu verpflichtet, die Informationen der Fahrzeuge auch an andere Teilnehmer des Marktes weiterzugeben, damit der Konkurrenzkampf gefestigt wird. Die Prognosen sagen aus, dass sich die freien Werkstätten in Zukunft weiter behaupten können bei einer insgesamten Verringerung des Marktes. Davon gehen zumindest viele Marktbeobachter aus. Viele Autohäuser sind ein Konglomerat aus Vertrags-Auto Werkstatt, Tankstelle, Waschstraße und Veräußerung von neuen oder gebrauchten Automobilen. Demgegenüber sind freie Auto Werkstätten Teile einer Marketing Kette oder eines Franchise Systems, was man als Werkstattsystem oder Werkstattkonzept bezeichnet.
Außer den KFZ Werkstätten sind ebenso mehr und mehr Werkstätten entstanden, die auf Begehren des Käufers technische oder optische Veränderungen an den Pkws vornehmen. Dergleichen Werkstäten bezeichnet man als Tuning Werkstätten. Der Ausdruck „Tuning“ trifft dabei eher auf neuere Kraftfahrzeuge zu. Bei Oldtimern dagegen redet man von Customizing. Da der Ausdruck des Tunings oftmals mit minderwertigen oder aus heutiger Sicht optisch fragwürdige Veränderungen der 80er und 90er Jahre in Beziehung gebracht wird, nennen sich Tuning-KFZ Werkstätten euphemistisch ebenfalls „Fahrzeug-Veredler“, um die Hochwertigkeit aktueller Umbauten zu unterstreichen.
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