Montag, 21. Januar 2013

Eigentlichen heißen sie richtig Root NameServer. Sie stellen eine der Grundlagen des World Wide Webs dar, denn auf ihnen sind die Daten zu finden, auf welchem der anderen Root Server die IP einer Internetseite in Erfahrung gebracht werden können. Dabei muss man wissen, dass es für jede der so genannten Top Level Domains zusätzlich separate Nameserver gibt. Üblicherweise wird eine Anfrage zuerst dorthin geleitet. Sind dort keine dazu passenden Daten verfügbar, erfolgt die Anfrage an die zentralen Root Server.

Zuerst gab es in der ganzen Welt nur 13 Adressserver , wobei ein erheblicher Teil von ihnen in Nordamerika zu finden war . Der wichtigste der Root Server hat die Kennzeichnung A, trug früher die Kennung „ns.internic.net“ und steht im Eigentum von VeriSign. Er nutzt das Anycast Prinzip. Das bedeutet , dass bei jeder Anfrage der Weg zum zu einem in der Nähe gelegenen Domain Name Server gesucht wird, der die gewünschten Daten enthält. Auf diese Weise kann die Reaktionszeit bis zur Antwort auf eine Anfrage effizient verkürzt werden. Ein das Anycast Prinzip nutzender Nameserver besteht nämlich nicht mehr länger nur in einem Computer , sondern es werden mehrere Computer zu einem Server zusammen geschlossen. Der Aufstellort des Zentralrechners ist dadurch nicht mehr relevant. Damit wurde es möglich, die Root Server auch außerhalb der USA stationieren zu können. Global ist dadurch die Zahl der Root Server auf über hundert angestiegen.

Permanente Aktualisierungen sorgen dafür, dass die Daten auf dem Root Server immer aktuell sind.Dafür ist die ICANN in Zusammenarbeit mit dem U.S. Department of Commerce zuständig. Als Root Server kommen nur absolut zuverlässige Hochleistungsrechner in Betracht. Er darf im Normalbetrieb nur ein Drittel seiner Kapazität ausnutzen. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Adressabfragen auch bei Hochbetrieb und Ausfällen noch bewältigt werden können. Wer wissen möchte, welche Wege die von ihm ans Internet gesendeten Anfragen an den Root Server und im weiteren Verlauf bis zum Server nehmen, auf dem die aufgerufene Website sich befindet, der kann in der DOS Eingabeaufforderung den Befehl „tracert“ verwenden.

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