Donnerstag, 15. Dezember 2011

Root Server – die Grundlage des Internet

Fachlich korrekt bezeichnet man sie als Root Nameserver. Sie stellen das wichtigste Kernstück des World Wide Webs dar, denn auf diesen Rechnern werden Infos bereit gehalten, auf welchem der anderen Root Nameserver die Angaben zum Speicherort einer Internetpräsenz in Erfahrung gebracht werden können. Dabei muss man wissen, dass es für jede der so genannten Top Level Domains noch einmal untergeordnete Nameserver gibt. Sie sind bei jeder Anfrage der erste Ansprechpartner. Sind dort keine dazu passenden Daten verfügbar, wird der hierarchisch darüber stehende Root Server angefragt.

Zuerst gab es in der ganzen Welt nur 13 zentrale Computer mit hinterlegten IP Adressen, wobei ein erheblicher Teil von ihnen in den USA konzentriert gewesen ist. Der wichtigste von ihnen hat die Kennzeichnung A, trug früher die Bezeichnung „ns.internic.net“ und wird von VeriSign betrieben . Er arbeitet im Anycast Modus. Das funktioniert so, dass bei jeder Anfrage der Weg zum zu einem in der Nähe gelegenen Domain Name Server gesucht wird, der die gewünschten Informationen enthält. Damit kann die Bearbeitungszeit für Anfragen effizient verkürzt werden. Ein das Anycast Prinzip nutzender Nameserver besteht nämlich nicht mehr länger nur in einem Rechner , sondern es werden mehrere Computer zu einem Server zusammen geschlossen. Der Aufstellort des Zentralrechners ist dadurch nicht mehr relevant. Damit wurde es möglich, die Root Server auch außerhalb der USA stationieren zu können. Inzwischen gibt es weltweit mehr als 100 solcher Root Server.

Der Inhalt der auf dem Root Server gespeicherten Daten wird ständig aktualisiert. Dafür ist die ICANN in Kooperation mit dem U.S. Department of Commerce zuständig. Der Root Server muss deutlich höhere Ressourcen bereit stellen, als er im Durchschnitt braucht. Er darf im Normalbetrieb nur ein Drittel seiner Kapazität ausnutzen. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Adressabfragen auch bei Hochbetrieb und Ausfällen noch bewältigt werden können. In der DOS Eingabeaufforderung bietet der „tracert“ Befehl die Möglichkeit, die Routen der eigenen Anfragen verfolgen zu können.

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