Mittwoch, 13. Februar 2013

Zur Gattung der Curcuma Arten, von denen es ungefähr 80 gibt, gehört die bei uns am häufigsten bekannte, die sogenannte Gelbwurz. Das daraus gewonnene Substrat, Curcumin, ist ein Küchengewürz und dient unter anderem dazu Lebensmittel zu färben. Es ist beispielsweise im Curry enthalten. Diese Gelbwurz mit der nachhaltigen gelben Farbe ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der indischen Ingwer-Gewächse. Sie ist seit beinahe 5000 Jahren in Südost-Asien heimisch. Die Wurzel wird nicht bloß in der Küche sondern auch in der Naturmedizin verwendet. Curcuma ist jedoch mehr als ein Küchengewürz sondern eine althergebrachte weltweit anerkannte Heilpflanze. Allerdings hat das Gewürz keine Wirkung auf den Körper sondern der Extrakt, das Curcumin. Die deutsche Arzneimittelvorschrift gibt allerdings nur Verdauungsbeschwerden als Anwendungsgebiet an, dagegen bestätigen medizinische Studien die Wirkung gegen viele Beschwerden. Curcuma kann zum Beispiel die Entstehung von Gallensäure fördern und für die vermehrte Entleerung der Gallenblase sorgen. Überdies kann es zur Bildung von körpereigenem Cholesterin beitragen und den Cholesterinspiegel senken beziehungsweise regeln. Curcuma gehört zur Klasse der Antioxidantien wie zum Beispiel Vitamin E, Karotin oder Vitamin C. Es verhindert als natürliches Antioxidationsmittel den Verderb von Lebensmittel durch Mikroorganismen sowie das Ranzigwerden von fetthaltigem Fleisch. Mit entsprechender Wirkung wirkt es ebenfalls im menschlichen Organismus unterstützend bei der Neutralisierung der freien Radikalen. Die Entwicklung chronischer Entzündungen, Rheuma, Grauem Star, Alzheimer oder Leber- und Nierenleiden beruhen teils auf der dauerhaften Schädigung durch freie Radikale. Ein deutlicher Radikalenfänger, wie das Curcuma könnte ebenfalls gegen die sogenannten Alterserscheinungen vorbeugen. Rheuma, beziehungsweise die rheumatoide Arthritis, also die chronische Entzündung der Gelenke, kann mit Curcuma behandelt werden.

Die Einnahme von Curcuma regt die Zellen der Leber zur verstärkten Ausschüttung von Gallensäuren an. Durch den wohlwollenden Geschmack von der Zubereitung von Tees oder durch Flüssigpräparate wird häufiger Speichel gebildet und dadurch auch die Funktion der Bauchspeicheldrüse angeregt. In der ayurvedischen Medizin ist die entzündungshemmende Wirkung von Curcuma seit langem bekannt. Der Inhaltsstoff Curcumin hemmt im Laborexperiment mehrere Enzyme die Entzündungsreaktionen auslösen. Man hat die Wirkung von Curcumin bei rheumatoider Arthritis in einer doppelt-blinden-crossover Studie mit dem Standardmedikament Phenylbutazon nebeneinander gestellt. Die Mittel wurden nach einer Behandlungszeit von zwei Wochen getauscht. Wirkungsvoller war die Behandlung mit Phenylbutazon, dagegen schnitt Curcumin gut ab. Schmerzen, Schwellungen und die Steifigkeit der Gelenke wurden auf jeden Fall gemindert. Bei einer anderen Studie stellte sich bei der Maßnahme der Entzündung des vorderen Auges der übereinstimmende Erfolg ein wie mit der allgemeinen Behandlung durch Cortison. Die Behandlung dauerte 12 Wochen an 32 Patienten. Bei dreißig Patienten besserte sich der Zustand wobei bei dreizehn Patienten eine dauerhafte Heilung erfuhren. Eine Gegenüberstellung mit einer Placebo-Gruppe fehlte indes.

Ein Menge internationale Studien können die Wirkung von Curcuma nachweisen. Curcuma wird jedoch schwierig vom Blut aufgenommen da es annähernd wasserunlöslich ist. In Zusammenarbeit von Forschern im indischen Delhi wurde das Problem dabei von Forschern an der John-Hopkins-Universität gelöst. Allgemein lässt sich feststellen, dass man Curcuma gegen eine Vielfalt von Beschwerden einsetzen kann wie beispielsweise zur Senkung des Blutzuckerspiegels oder des Cholesterin. Durch die Aktivierung des Gallenflusses werden auch zahlreiche Gifte aus der Leber in den Darm abgeleitet. Bei Rheumapatienten wurde die wirksame gelungene siegreiche Bekämpfung von Entzündungen in Muskeln und Geweben festgestellt. Es lässt sich angenehm in Kapseln einnehmen.

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