Donnerstag, 15. Dezember 2011
Wie wird eine Unwetterwarnung herausgegeben
Unser wetter ist eine Laune der Natur, nachdem sich die Menschen richten müssen. Anders als auf anderen Kontinenten der Erde zeigt das Wetter in Europa bisher eine relativ gesunde Ausgeglichenheit zwischen Sonne, Regengüssen und Schnee. Dennoch kommen auch in europäischen Ländern mittlerweile immer öfter außergewöhnliche Wetterverhältnisse vor, die auch aufgrund des Klimawandels auftauchen. Damit sich die Menschen frühestmöglich auf das bervorstehende eventuell gefährliche Wetter vorbereiten kann, gibt jede Unwetterzentrale eines Landes zeitnahe Erkenntnisse bekannt. Zeitnah heißt, dass zum Beispiel akute Warnungen für das Wetter zwischen sechs Stunden und zwei Tagen vor dem in aller Wahrscheinlichkeit eintretenden Wetterereignis den Bürgern bekannt gegeben werden. Je nach Unwetterart oder dem zu erwartendem Ausmaß kann die Unwetterwarnung auch früher bekannt gegeben werden. Die deutsche Zentrale für Unwetter im Norden des Landes warnt vor Wetterverhältnissen wie Gewitter, Orkan und Sturmböen, Starkschneefall und Glatt- oder Blitzeis. Auch in Bezug auf die Temperaturen geben die Meteorologen bescheid. Die Aussagen stützen sich auf aktuellen Messwerten eines eng vernetzten Messnetztes für Wetterdaten. Im deutschen Raum versorgen über 1100 Messstationen die Meteorologen-Zentrale mit Fakten. Privatpersonen haben zudem auch eine Chance, ein Wetterereignis anzugeben, solch eine Meldung wird allerdings nur öffentlich gemacht, sofern die zivilen Angaben den spezifischen Kriterien des Fachteams entspricht. Das, auf einem Mehrstufensystem aufgebaute Warnsystem wird in den Tönen Gelb, Orange, Violett und Rot gezeigt. Während die farbigen Stufen Orange, Rot und Violett eine akute Warnung bedeuten, handelt es sich bei der gelben Warnung um eine in nächster Distanz kommende Dringlichkeitsstufe des zu erwartenden Unwetters. Jahrzehnte lange Forschungsarbeiten und jahrelange Erfahrungen erlauben den Meteorologen der Zentralen eine genaue Beurteilung der Situation. Die Zeitspanne der Wetterwarnung ist stets aktuell und passt sich dem Ereignis entsprechend an. Dauert ein Gewitter also beispielweise länger an als zunächst beziffert, wird die Wetterwarnung schnellsmöglich nach oben korrigiert. Das gilt auch für die dringlichen Warnungen, die übrigens nicht, wie viele Bürger glauben, nach dem „Ampel-Prinzip“ funktionieren. Wegen einer Erweiterung des Programmes der deutschen Unwetterzentrale werden die Warnungen auch bezirksgenau lokalisiert, womit eine Warnung noch Ortsspezifischer angegeben werden wird. Ab einer Höhenlage von 500 Metern spricht das Wetterteam von Bergwarnungen, die gesondert angegeben werden. Mit welchem Gesicht sich das Wetter auch präsentiert, die Meteorologen sind stets darauf aus, alle Menschen schnellstens vor Wetteranomalien zu warnen.
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