Freitag, 1. Februar 2013

Das Schlagwort Barrierefreiheit findet sich mittlerweile regelmäßig sowohl auf verschiedenen Blogs mit Themen wie suchmaschinenoptimierung als auch in Standardwerken der Webseitenprogrammierung.

Jedoch wird dem Fachgebiet bei Entwurf und Umsetzung von Webprojekten längst noch nicht ausreichende Priorität eingeräumt und dessen Vorteile bleiben ungenutzt.

In einer ganzen Zahl von Punkten überschneidet sich die Barrierefreiheit von Webseiten mit einer allgemein guten Usability - dem Anwender wird ein in seiner Struktur insgesamt intuitiv verständliches Webprojekt geboten.

Mit anderen Worten: Erscheinungsbild und Orientierung ermöglichen eine leichte Bedienung, der Besucher wird nicht mit unnötigen Menüpunkten irritiert, Grafik und Navigation sind klar voneinander getrennt.

Doch barrierefreies Webdesign umfasst mehr als nur eine gute Usability. Die Barrierefreiheit einer Webseite ermöglicht Personen mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen die Nachvollziehbarkeit und die Bedienung des Webangebots.

Welche Punkte gilt es dabei einzubeziehen? Im Folgenden werden lediglich einige Tipps gegeben werden, mit denen sich die Webseite auch ohne Veränderungen des Quelltexts behindertenfreundlicher gestalten lässt.

So wären an erster Stelle Aufbau und Text zu nennen. Wie oben gesagt ist ein schnörkelloser Aufbau von Vorteil.Bedienflächen und ähnliches sollten groß genug sein um Webseitenbesucher mit Sehschwäche oder Schwierigkeiten in der Feinmotorik eine einfache Bedienung zu ermöglichen.

Kennzeichnung und auch allgemeine Textelemente sollten genügend Kontrast bieten, wobei auf fließende Übergänge zwischen den Farben verzichtet werden sollte.

Aufforderungen sollten in keinem Fall nur ausschließlich durch unterschiedliche Farben deutlich gemacht werden, da in einem solchen Fall Blinde und Farbenblinde benachteiligt werden. alle Elemente des Webangebots sollten außerdem mit Zoom angesehen werden könnnen.

Besonders für blinde, oder in ihrer Sehkraft stark eingeschränkte Anwender, die sich die Inhalte von einem Screenreader vorlesen lassen, müssen geeignete Veränderungen vorgenommen werden.

das Hervorheben von Links sollte durch einen nachvollziehbaren Textlink erfolgen. Eine Aussage wie hier klicken ist also in der Praxis ohne jeden Wert. Barrierefrei sind dagegen Linktexte mit diesem Link gelangen Sie zur Webseite von Prosite.de. Auch wenn diese Art zu verlinken vielleicht zunächst unpraktisch erscheinen mag, so ermöglicht sie außerdem die Formulierung von Linktexten mit SEO-Keywords.

Der englischsprachige Begriff Keyword ist auch die passende Überleitung zum nächsten Punkt. Besonders die oben genannten Screenreader haben Probleme bei der korrekten Aussprache von fremdsprachlichen Begriffen, weshalb sofern möglich auf diese verzichtet werden sollte.

Wer nach dieser Liste von Bedingungen, Einschränkungen und notwendigen Änderungen meint, die Arbeit würde sich nicht lohnen, berücksichtigt einige Punkte nicht. In einer Gesellschaft die zunehmend die Überalterung erfährt, ist die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Behinderten von entscheidender Bedeutung.

Zudem stellen behinderte Internetnutzer eine bisher oftmals kaum beachtete Zielgruppe dar. sein Webangebot barrierefrei aufzubauen ist nicht nur kundenfreundlich, sondern kann zusätzlich neue Besucher auf die Seite ziehen.

Entsprechende Hinweise auf die Barrierefreiheit der Webseite (die man sich darüber hinaus auch zertifizieren lassen kann) zeugen von zeitgemäßem und sozialem Denken des Betreibers.

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